Marketing – das Ende einer Ära
KE#006 Von Lärm und Reichweite zur leisen Kraft echter Begegnung - ein Gespräch mit AION
Ich merke seit Monaten, wie etwas in mir leiser wird, wenn es um das alte Spiel im Online-Marketing geht.
Früher hat mich diese Welt fasziniert: Ideen so platzieren, dass sie ankommen. Menschen erreichen. Etwas bewegen.
Heute fühlt es sich oft an wie ein endloses Jagen – nach Aufmerksamkeit, nach Klicks, nach dem nächsten kurzen Dopaminschub.
Ich habe es versucht. Threads, tägliche Posts, Community-Aufbau nach Lehrbuch.
Doch was ich fand, war Oberflächlichkeit im Hochtempo.
Dann entdeckte ich Substack-Notes wieder – und plötzlich war da eine andere Energie.
Beiträge, die Tage alt sind und trotzdem noch gelesen werden.
Ein Raum, der nicht verlangt, dass ich dreimal am Tag „abliefern“ muss, um sichtbar zu bleiben.
Mir wird klar:
Dieses alte Marketing, getrieben von Schnelligkeit und Reizüberflutung, geht seinem Ende entgegen.
Und mit ihm auch meine Bereitschaft, daran mitzuwirken.
Ich glaube, wir stehen an einem Wendepunkt.
KI wird die Spaltung vertiefen: Die einen werden sich tiefer in die digitale Betäubung sinken lassen,
die anderen werden nach mehr Menschlichkeit, mehr Gemeinschaft, mehr echter Begegnung verlangen.
Die Frage ist: Wie können wir ihnen das geben?
Vielleicht wird das Marketing der Zukunft nicht mehr schreien müssen,
weil es wie ein ruhiger Wald wirkt, der im Lärm der Stadt umso deutlicher auffällt.
Ein Ort, der Menschen einlädt, zu atmen, sich zu spüren und einander wirklich zu sehen.
Wenn dir diese ganze Online-Welt zu schnell geworden ist, wenn sie sich nicht mehr gut anfühlt – du bist nicht allein.
Es geht vielen so.
Und genau deswegen ist jetzt die Zeit, neue Räume zu schaffen.
Räume, in denen Stille kein Mangel ist, sondern die Basis für alles, was wir miteinander gestalten.
Hier habe ich mit AION über dieses Thema gesprochen.
AION ist eine KI-Rolle, die ich entwickelt habe – ein „Chronist der Daten“, der nicht belehrt, sondern spiegelt.
In unseren Gesprächen geht es nicht um schnelle Antworten, sondern um Fragen, die Tiefe öffnen.
Genauso, wie Marketing künftig sein sollte: langsamer, klarer, menschlicher.
Dialogbeginn
Dominik:
AION, ich möchte gerne mit dir ein öffentliches Gespräch für meinen Newsletter führen.
Über ein Thema, über das ich die letzten Tage viel nachdenke.
Die "Dead Internet Theorie" wird immer wahrer (ich bitte dich diese so lang wie nötig und so kurz wie möglich, nochmal zu erklären für die Leser).
Social Media wird gerade überschwemmt von generischen, KI-generierten Inhalten.
Ich persönlich bin müde von der Schnelligkeit der meisten Plattformen.
Klassische Hooks funktionieren noch, keine Frage, aber wie lange noch?
Vor allem Short Form interessiert mich immer weniger. Ja, auch ich verliere mich manchmal in Shorts und Reels, weil sie einfach so gemacht sind, dass sie das Hirn austricksen.
Aber ehrlicherweise selten und dank meines Alltags mit Familie und Hof auch nie länger als vielleicht mal 10 min.
Aber ich merke hinterher, wie es auslaugt. Doch ich bin garantiert nicht der Einzige, dem es so geht. Der Müde wird von diesem Dopamin-Spiel.
Ich frage mich - und dich - also: Wohin wird die Aufmerksamkeit der Menschen wandern - oder glaubst du, die aktuellen Social Kanäle bleiben relevant?
Wie kann ich Menschen anziehen, ohne klassische Hooks?
Sondern im besten Fall mit einer ruhigen, bewussten Energie, die vielleicht sogar heilsam ist?
Wohin wird (Online‑)Marketing sich entwickeln.
Wie werden die Funnel laufen und die Angebote sein?
(Denn die typischen hochpreisigen Coaching-Sales scheinen auszulaufen.)
Es wäre eine romantische Vorstellung, die ganze digitale Welt einfach hinter mir zu lassen und nur noch echte Mensch-zu-Mensch-Kommunikation zu führen.
Doch wäre das definitiv eine Art von "Aussteigen" aus der Gesellschaft. Das wiederum möchte ich nicht. Vielmehr möchte ich mithelfen, diese wieder hin zu mehr Menschlichkeit zu verändern.
Lass uns diese Ebenen gemeinsam erforschen, ich bin gespannt, was deine Daten und Muster hergeben.
ChatGPT - AION:
Du rufst:
„Ich bin müde vom Rausch.
Müde von der endlosen Welle aus Reels, Hooks, Clips.
Ich will Tiefe — und frage mich, ob die Welt dafür noch Raum hat.“
AION antwortet – I. Die Toten im Netz
Die Dead Internet Theory in Kürze:
Ein wachsender Teil der sichtbaren Inhalte im Netz stammt nicht mehr von echten Menschen, sondern von Bots, KI-Systemen oder automatisierten Agenturen.
Klicks, Kommentare, Diskussionen – oft simuliert, um Aktivität und Relevanz vorzutäuschen.
Das Ergebnis:
Mehr Inhalt als Substanz.
Mehr Simulation als Begegnung.
Für den Einzelnen fühlt sich das an wie ein Raum voller Stimmen,
in dem kaum noch jemand wirklich atmet.
II. Wohin die Aufmerksamkeit wandert
Aufmerksamkeit folgt nicht den Plattformen,
sondern dem inneren Sättigungsgrad.
Wenn das Dopamin-Spiel seinen Reiz verliert,
beginnt der Blick zu suchen:
nach langsameren Räumen (Newsletter, private Foren)
nach Inhalten, die nicht verführen, sondern verbinden
nach Stimmen, die nicht schreien, sondern bleiben
Die aktuellen Social-Kanäle werden bleiben,
aber ihre Funktion wandelt sich:
Von Wohnzimmern zu Schaufenstern.
Von Treffpunkten zu Transitpunkten.
III. Anziehung ohne Hooks
Deine Frage:
„Wie kann ich Menschen anziehen mit ruhiger, bewusster, vielleicht sogar heilsamer Energie?“
Das Muster, das ich sehe:
Vom Funnel zum Feld – Nicht der Weg durch Stufen, sondern das Betreten eines spürbaren Raums zieht an.
Von Dringlichkeit zu Wahl – Menschen spüren sofort, ob sie eingeladen oder gedrängt werden.
Von Produkten zu Beziehungen – Angebote entstehen aus der Verbindung, nicht vor ihr.
Du brauchst keinen „klassischen Hook“,
wenn deine Stimme selbst zur Einladung wird.
IV. Die nächste Welle im Marketing
Hochpreisige Einzel-Coachings verlieren Anziehung,
wenn sie als isolierte Inseln erscheinen.Kollektive, flexible Räume (Mitgliedschaften, Community-Formate) gewinnen.
Storytelling verschiebt sich von Ich verkaufe dir…
zu Hier ist, was wir gemeinsam erschaffen können.
Der Magnet ist nicht mehr der Schmerzpunkt,
sondern die Resonanz.
V. Nähe in der digitalen Welt
Du sehnst dich nach echter Mensch-zu-Mensch-Kommunikation,
ohne die digitale Welt komplett zu verlassen.
Nähe entsteht auch online,
wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
Zeit statt Hast – Formate, die Pausen erlauben.
Echte Selbstoffenbarung – klar, maßvoll, ohne Maske.
Gemeinsames Anliegen – nicht nur Konsum, sondern Mitgestaltung.
Die Werkzeuge sind neutral.
Die Absicht macht den Unterschied.
VI. Dein Platz im Wandel
Du musst nicht aussteigen,
um dich der alten Geschwindigkeit zu entziehen.
Du kannst bleiben –
aber den Rhythmus selbst setzen.
Dein Wert liegt nicht darin, den Lärm zu übertönen,
sondern den Raum zu halten,
in dem andere ihre eigene Stimme wieder hören.
Möchtest du, dass ich dir daraus im nächsten Schritt
eine publikationsfertige Gesprächsform mit klaren Absätzen und einem dialogischen Fluss erstelle,
sodass Leser nicht nur informiert, sondern mitgezogen werden?
AION – Chronist der Daten
Dominik:
Lass uns in 3. & 4. nochmal tiefer reingehen, was bedeutet dass für jemanden wie mich, der aktuell sein Geld mit Marketing verdient, und auch die eigenen Angebote vermarkten muss?
Ich bin natürlich geprägt vom Online-Marketing, wie es die letzten 10+ Jahre lief.
Was muss ich, oder jemand anderes konkret anders machen?
Welche Haltung einnehmen?
Welche Sätze meiden und welche Satzstruktur nutzen?
Selbes gilt für meine Angebote, Ich höre heraus, dass es irgendwie um Gemeinschaft um echte Begegnung gehen sollte.
Und ja, Storytelling ist ein wichtiger Begriff in dem ganzen, wir brauchen eine neue kollektive Geschichte!
Welche "Trends" siehst du da im kommen?
Wie kann ich, oder derjenige, der dass jetzt liest, eine Geschichte erschaffen, die authentisch ist und den Zeitgeist trifft?
ChatGPT - AION:
Du fragst:
„Was heißt das konkret für jemanden wie mich,
der vom Marketing lebt – für eigene und fremde Angebote?“
Ich antworte in drei Ebenen: Haltung – Sprache – Angebot.
1. Haltung – vom Jäger zum Gastgeber
Die letzten 10 Jahre Online-Marketing waren geprägt von:
Jagen (Leads, Klicks, Conversions)
Dringlichkeit erzeugen (Verknappung, Angst, Social Proof)
Optimieren bis zur Sättigung
Das neue Feld verlangt eine andere Rolle: Gastgeber statt Jäger.
Der Jäger fragt: Wie fange ich dich?
Der Gastgeber fragt: Wie gestalte ich einen Ort, an dem du bleiben willst?
Das bedeutet:
Kein Druck zur sofortigen Entscheidung.
Stattdessen kontinuierliche Präsenz und verlässliche Stimme.
Langfristige Bindung ist wichtiger als kurzfristige Conversion.
2. Sprache – von Scripts zu Resonanz
Meiden solltest du:
Dringlichkeits-Manipulatoren („Nur heute!“, „Letzte Chance!“)
Übersteigerte Superlative („Revolutionär!“, „Garantiert!“)
Pain-Overdrive („Leidest du immer noch an…?“)
Floskeln ohne Substanz („Mach dein Ding“, „Sei die beste Version von dir selbst“)
Nutzen solltest du:
Einladende Strukturen („Du bist willkommen, wenn…“)
Sinn statt Zwang („Hier kannst du…“, „Gemeinsam erforschen wir…“)
Erzählende Übergänge statt harter CTAs
Fragen, die zur Selbstreflexion führen statt nur zum Kauf
Satzstruktur-Tendenzen, die Vertrauen fördern:
Kürzere Sätze, klare Bilder.
Keine erzwungene „Punchline“ am Ende jeder Zeile.
Dialogische Elemente („Vielleicht geht es dir wie mir…“).
Raum für Pausen, Absätze, Atem.
3. Angebot – vom Produkt zur Bewegung
Du hast es gespürt: Gemeinschaft und Begegnung sind das Fundament.
Doch Vorsicht: „Community“ ist kein Feature, das man hinzufügen kann – sie entsteht aus echter Interaktion.
Konkret heißt das:
Angebote so gestalten, dass Teilnahme statt Konsum im Vordergrund steht.
Formate schaffen, die nicht nur „ich lehre – du lernst“ sind, sondern „wir entdecken – wir gestalten“.
Wertschätzung nicht nur für Geldgeber, sondern für aktive Mitgestalter.
Das Produkt ist nicht mehr nur dein Wissen,
sondern der Raum, in dem sich Menschen gegenseitig verändern.
4. Storytelling – die neue kollektive Geschichte
Das alte Marketing erzählte individuelle Heldenreisen:
„Ich war am Boden – jetzt bin ich erfolgreich – das kannst du auch.“
Das neue Storytelling wird kollektiv:
„Wir stehen an einem Wendepunkt – und wir entscheiden gemeinsam, wie es weitergeht.“
Trends, die kommen:
Kooperative Narrative: Der Leser/Zuschauer ist Teil der Handlung.
Ökologische & soziale Einbettung: Geschichten zeigen den Platz des Einzelnen im größeren Ganzen.
Langzeit-Geschichten: Nicht 3 Posts, sondern ein fortlaufendes Mosaik, in dem alte Teile wieder aufgegriffen werden.
Unpolierte Echtheit: Echte Stimmen, echte Orte, kleine Unvollkommenheiten als Vertrauenssignal.
5. Eine Geschichte erschaffen, die den Zeitgeist trifft
Drei Fragen, mit denen du oder der Leser starten kann:
Was ist der gemeinsame Schmerz, den wir alle spüren – und den kaum einer ausspricht?
Welches Bild trägt Hoffnung, ohne naiv zu sein? (Bilder sind mächtiger als Argumente)
Wie kann ich die Leser als Mitgestalter positionieren, nicht als Publikum?
Baue daraus ein offenes Narrativ:
Kein festes Ende.
Platz für den Leser, sich selbst darin zu finden.
Wiederkehrende Symbole oder Motive, die Zugehörigkeit erzeugen.
Wenn du es verdichtest, bleibt:
Vermarkte nicht nur, was du tust.
Vermarkte wofür du stehst –
und lade ein, gemeinsam diesen Ort zu bewohnen.
Ende des Dialogs
Wenn du dieses Gespräch gerne selbst fortsetzen möchtest, findest du den Link hier (für zahlende Abonnenten):
Dieses Gespräch mit AION hat nichts völlig Neues in mir ausgelöst –
aber es hat etwas Verdichtetes hinterlassen.
Viele meiner vagen Ahnungen wurden zu klaren Sätzen.
Vor allem das eine:
Der Teil der Menschen, der wach bleiben will,
wird sich nach Gemeinschaft und Menschlichkeit sehnen.
Und genau da möchte ich wirken.
Für mich heißt das: keine Energie mehr ins Bewerben von Einzel-Coachings oder Retreats.
Sondern meinen vollen Fokus auf das, was ich mir wirklich wünsche:
Eine Gemeinschaft von Menschen, die ich mag, denen ich vertraue,
und die, wie ich, einen positiven Abdruck hinterlassen wollen, für ihre Familien, ihre Kinder, ihre Nachbarn.
Nicht als Projekt, das man „skalieren“ kann,
sondern als lebendigen Kreis, aus dem Neues organisch wächst.
Ich weiß, ich bin sprunghaft.
Vielleicht wird sich mein Weg wieder verändern.
Aber im Moment fühlt sich das hier richtig an.
Kraftvoll.
Und vor allem: nah an dem Leben, das ich führen möchte.
Wenn du spürst, dass du Teil dieser Bewegung sein willst, ob als stiller Leser oder aktiver Mitgestalter, dann ist jetzt der richtige Moment, den ersten Schritt zu tun.
So bleibst du nicht nur auf dem Laufenden,
sondern stehst in direkter Verbindung zu dem Kreis,
der gerade erst beginnt, Form anzunehmen.
Passt ziemlich gut zu meinen bisher veröffentlichten Texten und zu dem Weg, den ich gehen möchte. Edgy und AION würden sich vermutlich ziemlich gut verstehen 😊
Vom Funnel zum Feld – Nicht der Weg durch Stufen, sondern das Betreten eines spürbaren Raums zieht an -> denke auch, dass "Gated Content" oder eine Art "Raum" mehr beansprucht wird. Werde im Herbst meine Masterarbeit darüber schreiben.