Gefährliche Männer braucht die Welt
Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe des Gedankenkaleidoskop
Heute erfährst du meine aktuellen Gedanken zu den Themen:
Warum ein Mann gefährlich sein sollte
Was klare und präzise Sprache damit zu tun hat
Die größte Reue meines Lebens und warum Disziplin Freiheit bedeutet
Wie mich das Gedankenkaleidoskop männlich machen wird
Viel denke ich in letzter Zeit darüber nach, wer ich bin bzw. wer ich sein möchte.
Mit mittlerweile 30 Jahren und zum ersten Mal in meinem Leben in einer in einer Partnerschaft, die für mich mehr als nur Freizeitgestaltung ist, mache ich mir vor allem auch Gedanken darüber,
was es bedeutet ein Mann zu sein
was es bedeutet Vater
und männliches Vorbild zu sein.
Was ich sehe, wenn ich mich bei den Vertretern meines Geschlechtes umschaue, ist ehrlich gesagt sehr ernüchternd.
Immer wieder ist in der spirituellen Szene vom "göttlich Weiblichen"* die Rede.
*Muss die Frau dafür wieder zum Weib werden?
Aber wo und was ist denn das "göttlich Männliche"?
Dabei bin ich weit weg davon, ein klares Bild zu haben, was es für mich bedeutet, ein Mann zu sein.
Doch möchte ich euch hier an dieser Stelle 3 Konzepte vorstellen, die ich für sehr wichtig halte, um ein Bild dieser "göttlichen Männlichkeit" zu zeichnen.
1. Ein guter Mann ist ein gefährlicher Mann, der sich selbst unter Kontrolle hat

Ein Mann ist Beschützer! Das heißt nicht, dass ich glaube, Frauen bräuchten generell unseren Schutz.
Doch kann ich als Mann guten Gewissens sagen, dass es wohl wenig schönere Vorstellungen gibt, als die Kraft und die Macht zu haben, jedes Leid und jeden Angriff von außen auf meine Familie und meine Freunde abfangen zu können.
Einen Raum bereitstellen zu können, in dem meiner Familie nichts und niemand schaden kann.
Doch was bedeutet es nun, gefährlich zu sein und warum ist das wichtig?
Ein ausgebildeter Kämpfer wird, alleine wegen seiner Ausstrahlung, selten angegriffen - doch ist gefährlich, wenn er dies will.
Ein Mann, welcher großen Respekt und Einfluss in seiner Gemeinde genießt, wird nicht dem Rufmord zum Opfer fallen - doch kann jeden Ruf zerstören, so er dies will.
Beide sind gefährlich, doch wenn sie ihre Macht bewusst und zum Guten einsetzen ist das, glaube ich, ein wichtiger Aspekt des "göttlich Männlichen".
Kurz: nur wer Macht hat, in welcher Form auch immer, kann für seine Familie sorgen und im besten Fall sogar sein ganzes Umfeld anheben. Doch wer Macht hat, ist auch potenziell gefährlich.
2. Eine scharfe Zunge bedeutet Macht.
Angrenzend an das Thema davor ist dieser Punkt doch so wichtig, dass ich ihm eine eigene Überschrift geben möchte.
Denn eine der wichtigsten Fähigkeiten, die uns Macht verleihen - wenn nicht sogar die wichtigste -, ist unser Umgang mit der Sprache. Unsere Fähigkeit, zielgerichtet und entsprechend der Situation zu kommunizieren.
Präzise, zielgerichtet und überzeugend, kann ein Gedanke zu einem Tsunami werden, der über das ganze Land hinweg rollt.
Eine scharfe Zunge kann weh tun und gefährlich sein - doch sie kann auch klar all das abtrennen, was nicht gemeint ist und so dafür sorgen, dass der Gedanke so ankommt, wie er tatsächlich gedacht ist.
Sie kann Lösungen finden und aufbauen, sie kann Lügen zerschneiden und uns vom Guten überzeugen.
Wie auch mit einem scharfen Messer kommt es darauf an, wie du sie einsetzt.
3. Disziplin bedeutet Freiheit
Wie viele Jahre habe ich mir jetzt Gedanken gemacht und mich im Kreis gedreht darüber, wie ich mich motivieren kann, Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie mir gut tun?! Egal, ob es sich dabei um gesunde Ernährung, Sport oder kreative Arbeit handelt, welche mich meiner Berufung näher bringt.
Motivation ist ja schön und gut... aber wie viele Menschen gibt es wohl, die sich konstant motiviert fühlen?
Möchte ich mich wirklich davon abhängig machen?
Hätte ich die gleiche Zeit darauf verwendet, meine Disziplin zu trainieren, wäre ich heute wohl auf allen Ebenen deutlich weiter. Mehr der (Mann), der ich sein möchte.
Disziplin ist die Macht, die uns erst den freien Willen ermöglicht.
Denn ohne Disziplin sind wir am Ende nur Marionetten unserer Gefühlswelt, welche größtenteils durch unsere Kindheit und Eltern geprägt ist.
Die wahre Kunst ist es, das Richtige zu tun, unabhängig von, doch nicht unter Ausschluss, unserer Gefühle.
Denn oft genug sind sie wichtige Botschaften, die es anzuschauen gilt.
Doch viel zu oft sind es auch einfach nur negative Programmierungen aus unserer Kindheit, welche uns davon abhalten, das zu tun, was uns voran bringt.
Disziplin ist das, was nötig ist, um gefährlich zu werden.
Egal ob körperlich, geistig, sozial oder politisch.
Aber wie soll mich denn nun das Kaleidoskop männlicher machen??
Nun genug von Konzepten. Dies ist ein kleiner Teil der Dinge, die mich in der vergangenen Woche beschäftigt haben und gleichzeitig kombiniert der Grund für die Entscheidung, das Gedankenkaleidoskop zu schaffen.
Den letzten Anstoß dazu gab mit tatsächlich - zum ersten Mal in meinem Leben - Reue.
Dafür bin ich wirklich nicht der Typ, denn zum einen ist es Zeitverschwendung, zu bereuen, und zum anderen steht es vielen oft im Weg dabei, einfach aus der Erfahrung zu lernen.
Nun, vielleicht ist es auch der letzte Tropfen gewesen, den es jetzt braucht, um wirklich dran zu bleiben und Stück für Stück diszipliniert zu schaffen. Doch als mir vor ein paar Tagen klar wurde, dass mein Podcast schon im 6. Jahr wäre, hätte ich damals nicht aus reiner Faulheit nach einem Jahr aufgehört, hat das ziemlich gestochen.
Wie viel geschickter wäre ich mit meiner Sprache, wenn ich weiter wöchentlich Gespräche mit interessanten Menschen geführt hätte? Wie viel mehr wüsste ich heute und wie viel mehr Kontakte, Status, Vertrauen, Respekt usw. würde ich genießen?
Ich habe vieles in meinem Leben angefangen und wieder aufgehört, doch die Möglichkeiten die ich dadurch verloren habe sind eine andere Hausnummer v.a. weil es wirklich reine Faulheit war.
Nun ja, auf jeden Fall bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mich ganz persönlich sehr weiterbringen wird regelmäßig schriftlich meine Gedanken und Erkenntnisse festzuhalten.
Ich schärfe meinen Geist und meine Feder und kann so meinen Worten mehr Kraft geben.
Ich übe mich (weiter) in Disziplin und erlange Macht über... mich
Und ich baue mir über das veröffentlichen meiner Gedanken Macht im Sinne von Reichweite, sowie (hoffentlich) auch Vertrauen und Respekt bei meiner Leserschaft auf.
Und somit schreibe ich hier tatsächlich größtenteils, ganz egoistisch, einfach für mich selbst.
Um meine Gedanken zu sortieren und zu festigen - meine Zunge zu schärfen und meinen Geist zu härten.
Um meine Disziplin zu trainieren - und mich selbst zu meistern.
Um der Mann zu werden, der ich sein möchte.
Das Ganze aber auch mit dem Wunsch, dir vielleicht den einen oder anderen positiven Denkanstoß mit auf den Weg zu geben.
Was tust du um gefährlich zu werden?
Schreib es mir gerne in die Kommentare.
Herzlichst,
Dominik Alexander